UNSERE LEISTUNGEN

Mikropfähle

Unsere Mikropfähle werden nach EA-Pfähle sowie DIN EN 14199 erschütterungsfrei verrohrt und trocken gebohrt hergestellt. Hierfür werden vier kleine 1,2 t … 3,0 t schwere Raupenbohrgeräte und drei Kompaktinjektionsanlagen verwendet. Die Pfähle haben einen Durchmesser von 22 cm – 27 cm und besitzen zentrisch einen Bewehrungsstahl (System GEWI) oder einen Bewehrungskorb. Sie werden durch Teilverdrängung (ca. 25 %) hergestellt. Die Pfähle bestehen aus Verpressmörtel in C 20/25 bis C 30/37 – Güte. Im Bereich der Krafteinleitungslänge (≥ 3 m) können die Pfähle mit bis zu 100 bar nachverpresst werden.

Zur Bemessung der äußeren Tragfähigkeit werden die Grenzmantelreibungswerte der EA-Pfähle für den Bereich der Krafteinleitungslänge angesetzt. Diverse Probebelastungen in verschiedenen Böden liegen vor.

Bei Einbindung der GEWI-Stahlköpfe in die Stahlbetonplatte ist die Ausbildung von Vouten erforderlich.

Für die einzelnen GEWI-Typen können folgende Belastungen angenommen werden:

Im Regelfall stellen wir Mikropfähle mit einem Bewehrungskorb her, welcher in die Stahlbetonplatte ragt. Wir favorisieren dabei das Prinzip der punktgestützten Stahlbetonplatte, um das kostenintensive und technologisch aufwendige Balkenrost zu sparen. Pfahllänge und Bewehrungskorb werden von uns bemessen.

Bei der Herstellung von Mikropfählen mit bemessenen Bewehrungskorb begrenzen wir die max. design-Einwirkung E1, d auf 280 KN.

Mit dieser PDF können Sie sich die Zulassungsgenehmigung für GEWI-Pfähle herunterladen.

Stabilisierungssäulen

Die Stabilisierungssäulen sind eine Form der Bodenverbesserung. Sie werden nach dem „Merkblatt zur Herstellung, Bemessung und Qualitätssicherung von Stabilisierungssäulen“ hergestellt.

Mittels einer Hohlbohrschnecke, welche mit einer verlorenen Spitze verschlossen wird, wird unter Teilverdrängung bis zur Endteufe erschütterungsfrei gebohrt. Die Endteufe wird von dem Anpressdruck beim Bohren bestimmt. Der Anpressdruck wiederspiegelt die Lagerungsdichte des Sandes/ Konsistenz des bindigen Bodens. In jedem Fall wird die Säule im tragfähigen Baugrund abgesetzt. Es handelt sich um sogenannte „aufstehende Säulen“. Nach Erreichen der Endteufe wird der Verpressmörtel (Wasser und Zement) über die hohle Seele der Hohlbohrschnecke eingefüllt.

Der Verpressmörtel hat einen w/z – Wert von 0.53 und entspricht mind. einer Betongüte C 20/25. Die Säulen werden in einem max. Achsabstand < 8 x D (D = Säulendurchmesser ca. 0.22 m) hergestellt. Sie haben je nach Länge eine Tragkraft von ca. 100 … 150 kN bei Setzungen < 2 cm.

Das Endprodukt kann mit einem schlanken unbewehrten Pfahl verglichen werden. Durch die flächenhafte Bodenverbesserung kann die Gründung durch eine elastisch gebettete Stahlbetonplatte mit einem Bettungsmodul von 12 … 15 MN/m³ erfolgen.

Die Kostenersparnis gegenüber einer Pfahlgründung liegt darin, dass das Balkenrost entfällt und die Stahlbetonplatte nur elastisch gebettet gerechnet werden muss.

Gebäudeabfangungen

Zunächst wird am geschädigten Objekt eine Baugrunderkundung durchgeführt. Sie gibt Aufschluss über die Bodenverhältnisse unter dem Fundament. Dabei werden die Böden des geschädigten und nicht geschädigten Gebäudebereiches verglichen.

Die Baugrunderkundung wird so dicht wie möglich am geschädigten Objekt durchgeführt. Unsere Technik ermöglicht einen Einsatz selbst bei schwierigsten Platzverhältnissen – auch im Gebäude. Im Weiteren werden dann die Fundamente freigelegt (Streifen- oder Einzelfundamente). Ist hier die Betongüte gegeben, kommt die Fundamentarretierung z.B. durch Konsolen zur Anwendung.

Eine weitere Möglichkeit der Fundamentabfangung besteht darin, einen „Streichbalken“ neben dem bestehenden Fundament herzustellen. Zur Lastübertragung werden Stahlstäbe in das vorhandene Fundament eingeklebt, welche in den Streichbalken einbetoniert werden. Der Streichbalken ruht auf Mikropfählen.

Sollen Nachgründungen in Gebäuden durchgeführt werden, wird der Einbau einer neuen Stahlbetonplatte bzw. von Stahlbetonbalken erforderlich. Diese binden in Auflagertaschen der vorhandenen, tragenden Wände ein. Hier kommen Comax-Elemente zur Anwendung.

Der Lastabtrag erfolgt über Mikropfähle, System GEWI, oder über Mikropfählen mit Bewehrungskorb. Der minimalste Achsabstand von Gebäudewand zur Pfahlachse beträgt gerätetechnisch 0,5 m, in Eckbereichen 0,6 m.